\NeedsTeXFormat{LaTeX2e}
\documentclass[a4paper]{book}  % landscape confuses psnup...
% hint: book or article
% use -t landscape with dvips if landscape is selected!
% article, report, book, letter, slides... (w/ a., b., r. TOC avail)

\input colordvi
\usepackage{color} % z.B. \Blue{...} oder \textBlue ...
\usepackage[dvips]{graphics} % -> \includegraphics{Datei}

% \usepackage{multicol}

\usepackage{german}
\usepackage[T1]{fontenc} % T1 normal, OML kursiv
\usepackage[latin1]{inputenc}
\selectlanguage{german}

\pagenumbering{arabic}
\pagestyle{plain} % nur Seitennummer in der Fusszeile: plain

\setlength{\parindent}{0pt} % erste Zeile im Absatz nicht einruecken
\setlength{\parskip}{2.0ex}

\newlength{\mywidth}
\addtolength{\mywidth}{\textwidth}
\addtolength{\mywidth}{-1.5cm} % boxen schmaler machen als den rest!
\addtolength{\oddsidemargin}{-0.5cm}
\addtolength{\evensidemargin}{-0.5cm}
\addtolength{\textwidth}{1cm}

\newcommand{\R}[1]{\Red{\emph{#1}}}
\newcommand{\G}[1]{\Green{\emph{#1}}}
\newcommand{\B}[1]{\Blue{\emph{#1}}}

\newcommand{\BOX}[1]{
\begin{center}
  \framebox{\parbox{\mywidth}{#1}}
\end{center}
}


\title{Arm durch Geld -- das Zap-Buch, Teil 3}

\author{Entwurf der Übersetzung von Eric Auer}


\begin{document}
% \raggedbottom
% \raggedright % do not split words - looks better sometimes
\sloppy % prefer underfull to overfull hboxes
\maketitle

% \tableofcontents
% \newpage



% **************************************************************



\section*{S. Zehn systematische Fehler des heutigen Geldsystemes}



% *** systematische Fehler / Systemfehler



Wir sahen wie das Geldsystem systematisch zu Problemen für die
Ärmsten führt, aber wir haben auch Bekanntschaft mit Initiativen
die daran etwas tun wollen gemacht. Bevor wir betrachten wie die
Veränderungen in der Geldwelt sich an diese Initiativen anschließen
% ***Stil?
führen wir in diesem Kapitel zuerst einige systematische Fehler des
heutigen Geldsystems auf.
% ***op een rijtje zetten?

\subsection*{S1}

Wenn Sie das heutige Geldsystem aus der Perspektive eines Marsmännchens
betrachten, fällt Ihnen wahrscheinlich als Erstes auf, dass das Geld die
Wirtschaft dort am wenigsten organisiert wo Organisation am nötigsten ist.
Sie sehen selbst Geld aus Gebieten abziehen wo schon Geld fehlt. Sie sehen
Geldwüsten entstehen, wo der Tausch stehenbleibt und mit dem Geld die
ökonomische Organisation verschwindet. \\
\/ *  [ZAP C1, C3, L5, O3]

\subsection*{S2}

Was das Marsmännchen übersehen wird ist die dahinterstehende Ursache: Das
heutige Geldsystem legt den Ärmsten eine fatale Zinsbelastung auf. Das
% ***meest schrijnend
ist dass auch für neues Geld das niemand erst ansparen musste Zinsen
verlangt werden: Geld das aus dem Nichts erschaffen wurde. Der Effekt
dieser Zinsbelastung ist viel grösser als die meisten Menschen denken. Das
kommt weil wir nicht sehen wie Zinsbelastungen in den Preisen aller Produkte
verborgen sitzen. So bezahlen die Armen immer Wucherzinsen. \\
% ***woeker
\/ *  [ZAP L3, L9, O, X1]

\subsection*{S3}

Das Marsmännchen soll überrascht feststellen wie das Geld das den Armen
entzogen wird sich bei Menschen anhäuft die schon mehr haben als sie
konsumieren können. Die schon Anlage-Experten nötig haben um Geldanlagen
zu finden in die sie ihr Geld investieren können. So entsteht eine
permanente Jagd auf neue Anlagemöglichkeiten. Die Modernisierung wird
dadurch derart beschleunigt, dass für Menschen die damit im Rückstand sind
schwierig wird sich wieder anzuschließen. Technische Entwicklungen und
neue Chemikalien sind zum Beispiel schon voll im Einsatz lange bevor wir
evaluieren konnten was die Folgen davon sind.
% ***stil? war aber original so.
Zugleich gibt es einen ständigen Einfluss neuer (und veralteter)
% ***afgedankte
Produktionsmittel und wächst neben der Produktion auch der Abfallstrom.
Maschinen landen aufgrund finanzieller Werte auf Müllhalden, lange bevor
sie echt abgenutzt sind. Jedes Jahr wird ein Fünftel dessen was wir
herstellen dafür eingesetzt, Produktionsmittel, Gebäude, Wege und Dinge
zu ersetzen. Der Rohstoffverbrauch und die Abfallproduktion dabei setzen
Natur und Umwelt stets mehr unter Druck.

Auch wohlmeinende Betriebe haben dabei wenig Spielraum: Die Zinsbelastung
zwingt auch sie sich für die Minimalisierung der kurzfristigen Kosten und
das Verschieben von Ausgaben in die Zukunft zu entscheiden. So sind auch
sie gezwungen nicht nachhaltig zu arbeiten und einen Mangel an Qualität
zu akzeptieren. \\
\/ *  [ZAP C2, C4]

\subsection*{S4}

In jeder Marktwirtschaft muss eine Investition sich selbst bezahlt machen.
Aber innerhalb des heutigen Geldsystems muss jede Investition darüberhinaus
auch noch mindestens einige Prozent an Zinsen zurückverdienen. Die Höhe von
diesem Prozentsatz wird übrigens oft aus Tausenden von Kilometern Abstand
festgelegt. Wo Investitionen diese künstliche Schwelle nicht überwinden
können, entsteht unnötige Arbeitslosigkeit und Armut. \\
\/ *  [ZAP K1]

\subsection*{S5}

Das heutige Geldsystem, wofür man sich 1944 entschieden hat, bürdet die
Kosten von Handels-Ungleichgewichten einseitig dem schwächsten
Handelspartner auf. Das kommt weil wer einen Mangel beheben will einen
Kredit aufnehmen muss und für diesen Kredit wiederum Zinsen bezahlen muss.
Von der anderen Seite aus gesehen
% *** op de keeper beschouwd
ist jemand der (oder ein Land das) zuviel produziert natürlich genauso ein
Problem wie jemand
% *** weggelassen: (oder ein Land das)
der zuwenig produziert. Aber da den Mangel an Handelsausgeglichenheit in
Geld ausgedrückt wird, wird das Problem völlig auf den Handelspartner mit
dem Mangel abgewälzt. Er muss Geld leihen, während der Partner mit dem
Überschuss an Geld etwas in Händen hat das er bequem aufbewahren kann und
woran auch noch ein struktureller Mangel herrscht. \\
\/ *  [ZAP P5, P6]

\subsection*{S6}

Der Preis von einem Produkt gibt den Konsumenten keine Information über
die Konsequenzen des Kaufes. Dadurch kaufen zum Beispiel brasilianische
Bauern niederländische Traktoren die etwas billiger sind. Aber damit
verschwindet mit ihrem Geld auch die Nachfrage aus ihrer eigenen Region.
Langfristig bezahlen diese Bauern also viel mehr, denn wenn ihre Landsmänner
am Verkauf von Traktoren kein Geld verdienen, haben sie auch kein Geld um
die Produkte der Bauern zu kaufen. Schließlich muss der Bauer selbst seine
Preise senken um mit entfernten Exportmärkten konkurrieren zu können. \\
\/ *  [ZAP D]

\subsection*{S7}

Dieses Geldsystem schickt auch Sparer, besonders auf dem Land, auf den
verkehrten Weg
% *** op het verkeerde been zetten
wenn sie sich entscheiden müssen, wo sie ihr Geld am besten anlegen können.
Mit dem Versprechen nach höherer Rendite wird ihr Erspartes in die
Metropolen gelockt. Dadurch bleiben Investitionen in der eigenen Region
zurück und diese verelendet.
Die ungeplante Folge ist das auch der Besitz der Sparer an Wert verliert
und die Einkommensmöglichkeiten kleiner werden. In der Zwischenzeit
verschwinden die Arbeitsplätze nach den Städten und das Leben auf dem Land
wird immer schwieriger. Schließlich folgen die Kinder dem Ersparten ihrer
Eltern und die soziale Struktur auf dem Land zerfällt
% *** verloedert
. So kommen die Sparer am Ende viel schlechter weg.

\subsection*{S8}

Arme Gebiete werden manchmal auch schwer von den Folgen von Spekulationen
mit Geld getroffen. Geld das hereinkommt um schnell Gewinn zu machen,
verschwindet von einem auf den anderen Tag und lässt die Wirtschaft
entgleist
% *** ontredderd?
zurück. Millionen in Asien und Lateinamerika haben am eigenen Leib den
vernichtenden Effekt dieser spekulativen Geldströme erfahren. \\
\/ *  [ZAP Q2]

\subsection*{S9}

Durch die Geldschöpfung mit Zinsforderung entsteht ein systematischer Mangel
an Geld. Dadurch wird der Konkurrenzkampf unnötig verschärft. Neben
Konkurrenz um Märkte entsteht ein knallharter Kampf um Finanzierung. Diese
zusätzliche Konkurrenz hat dazu beigetragen dass aus dem Zusammenleben ein
Gegeneinanderleben geworden ist. \\
\/ *  [ZAP K3, O3]

\subsection*{S10}

Jeder in den armen Ländern bezahlt an den Zinsen auf Kredite über die Preise
mit.
% *** aan de rente op leningen en in de prijzen.
Weil die Geldmenge zentral durch Entwicklungshilfe und Bankkredite angefüllt
wird, entsteht ein Ungleichgewicht in der sozialen Struktur und Korruption
wird gefördert.




\section*{T. Eine Zusammenfassung vorab}



% *** redaktioneller Kommentar im Original: 
% *** T ganz in den Buchstaben von Vertiefung/Erklärung? (verschieben)


Das ist eine Übersicht über was in den kommenden Kapiteln zu lesen sein
wird. Indem wir vorab den roten Faden skizzieren, hoffen wir es für Sie
einfacher zu machen.


\subsection*{T1}

Systematische Fehler haben das herrschende Geldsystem völlig unausgewogen
gemacht. In naher Zukunft kann ein Streit um Geldschöpfung losbrechen.
Vor allem große Konzerne und Betriebskonglomerate werden daran
wahrscheinlich profitieren. Sie werden stets weniger abhängig von Bankgeld.
Je grösser sie werden, desto weniger Geld haben sie nötig. Das geht so:
% *** ga maar na
Wenn Betriebe durch ein Konglomerat geschluckt werden, ist das Geld das
vorher für Transaktionen zwischen den Betrieben nötig war nicht länger
nötig. Große Konglomerate haben intern ihre eigene Verrechnung, unabhängig
von Bankgeld. Zugleich versuchen sie den Konsumenten durch Airmiles-artige
Sparpunkte die Geld stets ähnlicher werden an sich zu binden. Wenn sie es
schlau anstellen, übernehmen große Betriebe in zehn Jahren die Rolle der
Banken.

Aber in dieser turbulenten Zeit kann die Entwicklung in viele Richtungen
gehen. Auch eine viel hoffnungsvollere Entwicklung ist möglich. Sie und
ich können die großen Konzerne stützen, aber wir haben auch die
Möglichkeit, in Netzwerken von Konsumenten und kleinen selbständigen
Betrieben mitzumachen. In fortgeschrittenen wirtschaftlichen
Transaktionssystemen können sowohl die Tausch- als auch die
Investitionsfunktionen erfüllt werden. Die Technik gibt uns diese Chance.
Aber dann müssen wir selbst daran arbeiten! Machen wir mit bei dieser Sorte
von Handelsnetzen? Helfen wir Tauschsysteme zu bauen worin keine Zinsen
nötig sind und darum keine Abträge
% *** afdrachten?
zugunsten von Geldbesitzern und großen Betrieben stattzufinden brauchen?
Tauschsysteme die den teilnehmenden Betrieben und Konsumenten dienen?
Faire Handelsnetze die keinen Raubbau an Mensch und Umwelt betreiben müssen?
Strohalm arbeitet am Zustandekommen solcher Netzwerke, insbesondere in den
Niederlanden und Lateinamerika.

In den folgenden Kapiteln lesen Sie wie so ein Tauschnetzwerk aussehen kann.
Und natürlich besprechen wir die Chancen seiner Realisierung. In welche
Richtung geht die historische Entwicklung? Besteht eine echte Chance dass
Betriebe und Konsumenten mitmachen werden?

Ich denke dass ja und werde Ihnen berichten wieso.

\subsection*{T2}

Einen wichtigen Pfeiler eines faireren Tauschsystems formen aktive und
erfinderische Menschen, Menschen die selbst als Unternehmer ihrer Zukunft
Form geben wollen. Diese haben alle Interesse an so einem Tauschsystem,
denn in diesem Moment müssen sie sich an ein System verkaufen das ihre
persönliche Entfaltung eher bremst als stimuliert. Auch selbständige
Unternehmer sind bei so einem Netzwerk gefragt
% *** gebaat
Noch werden sie noch durch große Konzerne die mit Hilfe finanzieller
Techniken viel billigere Finanzierung zur Verfügung haben übertrumpft.
% *** afgetroefd
Für selbständige Unternehmer ist Zusammenarbeit die einzige Chance dieser
unhaltbaren Position zu entkommen: Zusammen ein Tauschnetzwerk formen mit
einundderselben internen Verrechnung wie die Verwaltung großer Konzerne
sie verwendet. \\
\/ *  [ZAP U2, U3, V]
Auch Konsumenten haben allen Grund bei so einem Netzwerk mitzumachen: Sie
müssen dann nicht mehr wie jetzt für Zinslasten drauflegen die immer durch
die Preise auf sie abgewälzt werden. \\
% *** war deutlich anders formuliert...
\/ *  [ZAP L9, X]

Leider sitzt eine große Kluft zwischen dem theoretischen Können und dem
praktischen Realisieren so eines eigenen Tauschnetzes. Vor allem am Anfang
ist es schwierig. Dann ist so ein Netzwerk nicht groß genug um automatisch
Vorteile
% *** Einsparungen - voordeel
zu bieten. Es kostet dann vor allem Mühe mitzumachen und gibt noch wenig
zurück. Sie lesen wie nun wie genau die Zusammenarbeit zwischen Konsumenten
und selbständigen Unternehmern dieses Problem aufzulösen helfen kann. \\
\/ *  [ZAP Y]

Der Konsument formt die Basis für das Betriebsnetzwerk. Wenn wir als
Konsumenten mit unserer Kaufkraft das Betriebsnetzwerk speisen, kann die
schwierige Aufbauphase überbrückt werden. Nach der Aufbauphase entsteht
eine Situation worin ,,Verwaltungsgeld'' übrigbleibt das den teilnehmenden
Betrieben zur Verfügung gestellt werden kann. Wenn diese das Geld sinnvoll
investieren, können sie mit den großen Konzernen konkurrieren. Die
Einsparungen dadurch fließen dann zum Teil in Form niedrigerer Preise zu
den Konsumenten zurück, aber werden auch für gesellschaftliche Investitionen
und den Aufbau von Netzwerken von Konsumenten und Betrieben in armen Ländern
eingesetzt.

Um diese Zusammenfassung zusammenzufassen: Ich werde Ihnen zeigen wie das
Geld die kommenden Jahrzehnte verändern wird, eine Entwicklung die schon
in vollem Gange ist! Diese Entwicklung können wir nutzen um anderer,
ausgewogenere und fairere Geldsysteme zu realisieren, für und mit einander.
Wir werden Ihnen zeigen wie wir das angehen wollen. Zum Schluss werde ich
Sie bitten, sich hierfür auch einzusetzen.
% *** auch eingefügt



\section*{U. Krise oder Chance: Von Rissen in der Geldfestung zum
Verschwinden des Geldes}



Mammutbetriebe bringen ganze Produktionsketten unter eine Verwaltung, so
dass die internen Transaktionen geldlos werden und viel Geld übrig bleibt.
Die Zinskosten die so gespart werden bedeuten einen großen
Konkurrenzvorteil.

Auch kleinere Betriebe können viel Geld sparen indem sie zusammen an
Tauschsystemen untereinander bauen.

Bietet diese Entwicklung Chancen auf ein ausgeglicheneres Geldsystem?

\subsection*{U1}

Die systematischen Fehler im Geldsystem haben nicht nur in Lateinamerika
eine Gegenbewegung hervorgerufen. Schließlich ist das ganze heutige
Geldsystem gerade in einer Krise. Das spekulative Kapital ist so mächtig
geworden, dass zentrale Banken kaum noch Einfluss haben auf ihr eigenes
Geld. Inflation und Zinsen werden immer mehr durch den Markt bestimmt.
Zentrale Banken verlieren ihren Einfluss auf finanzielle Entwicklungen und
ein Machtvakuum entsteht. Große Anlagefonds können nationale Ökonomien
zerstören
% *** verstoren
oder sogar, so wie in der jüngeren Vergangenheit, das Europäische Monetäre
System zum Entgleisen bringen. Zugleich ist dieses spekulative Kapital so
flüchtig und unsicher, dass ganze Wirtschaftssysteme durch Schwankungen
zerrüttet werden.

Aber in dieser so hektischen Periode entstehen auch neue Möglichkeiten.
Im Chinesischen wird Doppelseitigkeit durch das Schriftzeichen für das
Wort Krise ausgedrückt. Dieses ist dasselbe wir für das Wort Chance:
Jede Krise liefert auch eine Chance. Auf diese Weise müssen wir auch die
Krise des Geldsystemes betrachten. Es bringt viel Elend, aber ist auch
eine Chance auf Veränderung. Ich will diese Chance gerne nutzen. Lassen
Sie uns, nun dass das System in Bewegung kommt, dies als eine Chance sehen
und diese Chance ergreifen

*  [BILD: Chinesisches Schriftzeichen für Chance und Krise]

\subsection*{U2}

Ich muss Ihnen sagen dass ich lange Mühe hatte, die Chance in den heutigen
Entwicklungen einzusehen. Ich sah vor allem eine Wirklichkeit worin Geld
just alles stärker durchdringt.
% *** stil?
Alles wird verkommerzialisiert. Ich war dann auch überrascht als ich vor
einigen Jahren entdeckte dass zugleich Tauschhandel auf stets intelligentere
Weise einen großen Teil des Welthandels organisiert.

So wird innerhalb der USA ein ansehnlicher Teil des Handels zwischen
mittelgroßen Betrieben über sogenannte Barternetze abgewickelt,
Handelsnetze worin Betriebe untereinander ihren Handel über ein eigenes
Verrechnungssystem abrechnen. \\

Im Rohstoffhandel ersetzen in stets größerem Massstab Informationssysteme
das Geld. Selbst zwischen Ländern werden Überweisungen teils gegeneinander
aufgerechnet statt dass wirkliche Bezahlung stattfindet. Und auf der Börse
ist es schon ganz normal dass Schuldscheine, Versprechen und Claims darauf
% *** beloften - versprechen???
gegeneinander getauscht werden. Ein sehr ansehnlicher Teil des Welthandels
wird also überhaupt nicht durch Geld betrieben.

Diese Entwicklungen finden vor allem statt indem Betriebe versuchen die
mit dem Gebrauch von Geld verbundenen Kosten zu vermeiden. Das Beschaffen
von Geld kostet nämlich entweder Zinsen (bei einem Kredit) oder
Dividendezahlungen (bei der Ausgabe von Aktien).
% *** begriff?

Betriebe realisieren mehr und mehr dass Geld lange nicht immer nötig ist
und dass viele Transaktionen genausogut mit einem eigenen Computerprogramm
verrechnet werden können. Dank der Entwicklung von Informationstechnologien
ist der Gebrauch von (teurem) Geld dass allein im Wesentlichen für
Verwaltungszwecke gebraucht wird vermeidbar. Es fällt Ihnen als normale
Bürger natürlich kaum auf, aber große Betriebe verwenden diese
Möglichkeiten schon vollauf. Diese Tendenz ist am einfachsten bei Konzernen
erkennbar die sich stets mehr auf das Ansammeln verschiedener Glieder der
Produktionskette ihres eigenen Betriebes konzentrieren.
% *** originalsatz war ungrammatisch?
Ein Beispiel davon ist der Van der Valk Konzern.

\subsection*{U3}

*  [ANFANG ERKLÄRUNG]

Van der Valk kann natürlich 101 Motive haben alle Schritte
% *** bedrijvigheid
vom Bauernhof bis zum Restaurant in den eigenen Konzern zu integrieren,
aber ungezweifelt ist einer davon die Möglichkeit, Geld zu sparen. Viel
Geld.

Normalerweise ist ein großer Teil des Geldes dass ein Kunde in einem
Restaurant ausgibt nötig, um den Großhandel zu bezahlen, und der hat
den größten Teil wieder nötig, um seinen Lieferanten zu bezahlen,
und so weiter. Van der Valk ist selbst Großhandel und Lieferant und
braucht dieses Geld darum nicht zu bezahlen. Der Betrieb kann dadurch den
größten Teil des Geldes was im Restaurant eingenommen wird für sich
behalten.

Es braucht nicht an einen Fleischimporteur überwiesen zu werden. Und Monate
später ist das Geld nicht nötig um einen Großgrundbesitzer in Argentinien
zu bezahlen. Van der Valk ist selber neben Restaurant auch Großhandel,
Importeur, Spedition, Ankäufer und Bauer. Zwischen diesen Betriebsteilen
fließt kein Geld, sondern werden Beträge innerhalb einer Buchhaltung
abgerechnet. Dadurch hat der Konzern schon das Geld dass früher nötig war
um die Bezahlungen in den Handelsketten zu verwalten einmalig zur Verfügung
für andere Ziele und spart außerdem ständig die Zinsen für Geld dass
anders zwischen den verschiedenen Betriebsteilen unterwegs ist oder auf
dem Girokonto auf Auszahlung wartet.

Unten sehen Sie das in einem Diagramm. Rechts sehen Sie die Summe des Geldes
welches nötig ist um die Transaktionen durchzuführen. Sobald die
verschiedenen Betriebe in der Produktionskette zusammen einen Betrieb
formen, ist hierfür kein Geld mehr nötig und wird dieses ,,Verwaltungsgeld''
gespart.

Der Gebrauch von Geld als Verwaltungsmittel um dafür zu Sorgen dass ein
Kunde in einem Restaurant Fleisch essen kann.


\begin{tabular}{r|l}
%
Produktionskette &
Anteil des Geldbedarfes um Transaktionen \\
&
zustande bringen zu können \\
\hline
Zuchtbetrieb &
Geld ist ein paar Tage unterwegs \\
Kuhbauer &
Geld steht einige Zeit auf dem Girokonto\\
&
Geld ist ein paar Tage unterwegs \\
Schlachterei &
        Geld steht einige Zeit auf dem Girokonto\\
&
        Geld ist ein paar Tage unterwegs \\
Kühlschiff &
Geld steht einige Zeit auf dem Girokonto\\
&
Geld ist ein paar Tage unterwegs \\
Hafen &
Geld steht einige Zeit auf dem Girokonto\\
&
Geld ist ein paar Tage unterwegs \\
Kühlhaus und Verteilung &
Geld steht einige Zeit auf dem Girokonto\\
&
Geld ist ein paar Tage unterwegs \\
Restaurant &
Geld steht einige Zeit auf dem Girokonto\\
%
\end{tabular}


Wenn alle diese Einzelbetriebe in einem Konzern zusammengefasst werden,
ist all das Geld dass in der Verwaltung nötig ist um die Produktionskette
in Gang zu halten nicht länger nötig.
% *** unten also rechts zusammengezählt -> Einsparungen insgesamt

*  [ENDE ERKLÄRUNG]

Große Betriebe beweisen dass die Informationstechnologie und
Buchhaltungsprogramme soweit sind, dass diese Formen dynamischer komplexer
Verrechnung auch wirklich möglich sind. Fusionen finden oft mit dem Ziel
statt, diese Möglichkeiten anwenden zu können. Auch wenn sie geschäftlich
nicht immer verständlich sind, bieten sie finanziell immer Möglichkeiten.
Eine Fusion zwischen Banken ist auch eine Methode um die Verwaltungskosten
Anderer zur Verfügung zu bekommen. Die Banken eignen sich dadurch das Geld
von Kunden an das zuvor zwischen verschiedenen Banken unterwegs war!
% *** !

\subsection*{U4 Das Verschwinden von Geld}

Natürlich haben auch zentrale Bankiers diese Entwicklungen mitbekommen. Im
Sommer 1999 sahen wir erstmals eine Reaktion. Mervin Kind, der zweite Mann
der Bank of England, hielt einen Vortrag vor einem ausgewählten Publikum
von Direktoren nationaler Banken und anderen einflussreichen Geld-Gurus.
Darin kündigte er das Ende des Geldsystemes so wie wir es kennen an. Er
sagte voraus
% *** stelde
dass Zentralbanken nicht weiter die Basis des Geldsystemes
formen werden. Sie sollten höchstens die Verrechnungseinheit bieten.
Diese Verrechnungseinheit wird dann verwendet um den Wert von Gütern und
Diensten auszudrücken, während neue Verrechnungssysteme die eigentlichen
Transaktionen abhandeln.

*  [FOTO VON KING]

Laut King wird die Tauschfunktion von Geld dadurch stets weniger verwendet
werden. Durch Staaten und Banken garantiertes Geld wird stets mehr mit
anderen Formen von Verrechnung und Wertdeckung konkurrieren müssen. So wird
die Welt wieder eine Tauschgesellschaft, prophezeit King: ,,Nichts hindert
zwei Individuen bald noch daran eine Transaktion über eine
Guthabenübertragung von einer elektronischen Rechnung zur Anderen
durchzuführen. Der Käufer kann jedes Bezahlungsmittel verwenden solange ein
Marktwert dafür besteht.'' Es wird also schon noch in Dollars und Euros
gerechnet, aber ,,sobald gute Absprachen gemacht sind und die Computer stark
genug sind kann eine private Einrichtung
fortan den Bezahlungsverkehr der Zentralbank übernehmen'', stellt King fest.
,,Ohne diese Aufgabe hört die Zentralbank in heutiger Form auf zu bestehen,
und Geld auch.''

\subsection*{U5}

Die wahrscheinlichste Quelle des zukünftigen ,,Geldes'' sind natürlich die
großen Konzerne. Diese sind bei Konsumenten auf der ganzen Welt bekannt
und ihren Sicherheiten
% *** beloften
(das durch sie garantierte Geld) wird durch ihre Bekanntheit und
Produktionsvermögen am meisten vertraut werden. Jetzt schon sammeln hunderte
von Millionen von Konsumenten Air Miles und anderee Sparpunkte die immer
mehr als Geld verwendet werden können. Wenn ich bei BP Benzin Freebies
bekomme, kann ich sie bei der Videothek
% *** kijkshop ???
als Euros ausgeben!

Wenn diese Entwicklung sich durchsetzt, verschieben sich die Zinseinkünfte
der Banken zu den großen Betrieben. Ich habe nicht die Illusion dass arme
Menschen dadurch besseren Zugang zu Tauschmitteln oder Investionsmitteln
bekommen. Es bedeutet also keine Verbesserung.

Aber wenn wir aufhören, die Armut als unlösbar zu betrachten, dann können
wir mitbauen an neuen Geldformen die Armen echte Chancen bieten.
% *** :-)

Wir können dann von den heutigen Entwicklungen lernen und entdecken
welche Möglichkeiten diese uns als Konsumenten und als selbständiger
Betrieb bieten. Ich denke dass wir dann eine einmalige Chance haben an
einer Welt zu bauen aus der Armut zum größten Teil verschwinden kann,
worin persönliches Wachstum für viel mehr Menschen erreichbar ist und
Zusammenarbeit wichtiger wird als Konkurrenz. Es soll eines Tages mehr
möglich sein als wir in unseren größten Träumen zu hoffen wagten! \\
\/ *  [ZAP V, W2, Y]
% *** Strohalm has a dream :-)

Wenn wir als Konsumenten und unabhängige Unternehmer auch so wenig wie
möglich Geld einsetzen um unsere Wirtschaftsaktivitäten zu verwalten,
machen wir aus dieser Krise eine Chance. Wenn wir dafür sorgen so viel
wie möglich Transaktionen in einem eigenen Verrechnungssystem abzuwickeln,
können wir dieselben Vorteile bekommen wie die großen Konzerne. Ich denke
dabei an einen internationalen Verbund der lokale Handelsnetze miteinander
verbindet. In diesem internationalen Verband haben die Teilnehmer in
reichen Ländern Interesse am Austausch mit ärmeren Gebieten, denn je
grösser der Verbund desto weniger (zinsbelastetes und daher teures) Geld
ist nötig. Digitale Geld-Bytes die zur Verrechnung von Transaktionen
untereinander verwendet werden können kosten kaum etwas. Dadurch bietet
dieser Verbund armen Menschen Raum für Handel untereinander. Und
unbegrenzter Zugang zu Handel untereinander ist ein Pfeiler für soziale
Struktur und für Qualität und Umfang von Produktion.

Diese Entwicklung wird besonders chancenreich wenn selbständige Betriebe
sich klarmachen wieviel Zinslasten sie tragen und wie sie diese Lasten
zurückdrängen können indem sie genau wie die größten Betriebe einen
möglichst großen Teil ihres Handels ausserhalb des Geldsystemes verrechnen.
% *** originalsatz ungrammatisch?




\section*{V. Aus der Krise eine Chance für selbständige Unternehmer machen}




Für viele selbständige Betriebe gilt dass sie wenig andere Wahl haben als
in einer Handelsorganisation miteinander zusammenzuarbeiten. Ihre heutige
Position auf dem Geldmarkt ist soviel schlechter als die des großen
Konkurrenten dass sie verrückt wären, die sich entwickelnde Möglichkeit
nicht zu ergreifen. In der Schweiz besteht seit Jahren ein Beispiel welches
zeigt dass diese Möglichkeit sehr real ist.

\subsection*{V1 Die unmögliche Position von selbständigen Betrieben}

Große Betriebskonglomerate haben einen großen Vorsprung im Vermeiden
von Zinskosten durch interne Verrechnung. Ihre Finanzierungskosten sind
mit dadurch bedeutend niedriger, manchmal um mehr als die Hälfte, als
die selbständiger Betriebe. Viele selbständige Betriebe haben dadurch
bereits das Handtuch geworfen.
% het loodje gelegd
Stets öfter werden unabhängige Unternehmer gezwungen ihren Betrieb in
größeren Konzernen aufgehen zu lassen. \\
\/ *  [ZAP U]

Für sie gibt es hierauf nur eine Antwort: Zusammenarbeit! Nicht indem sie
auch ein Großbetrieb werden, sondern unter Beibehaltung ihrer Eigenarten
eine Handelstruktur untereinander zu starten die dieselbe interne
Verrechnung hat wie die multinationalen Konzerne. An so einem Netzwerk
mitzumachen gibt selbständigen Betrieben und Genossenschaften
eine Zukunftsperspektive. Allein so können sie auch einen Teil des
Geldkreislaufes unter eigene Verwaltung bekommen und dadurch Zugang zu
preiswertem Kapital.

Bei so einem Zusammenarbeitsverbund zwischen unabhängigen Betrieben kommen
zugleich andere Vorteil der Zusammenarbeit in einem Netzwerk in greifbare
Nähe, zum Beispiel das Teilen von Wissen. Darüberhinaus haben
zusammenarbeitende unabhängige Betriebe einen großen Vorteil gegenüber
börsennotierte Konkurrenten: Sie brauchen keine Aktionäre auszubezahlen!

\subsection*{V2 Ein Schweizer Betriebsnetzwerk zeigt was möglich ist}

Das Trueque-Tauschsystem, die Spargruppen, die Einkaufsgenossenschaften
und Genossenschaftsbetriebe in Lateinamerika wachsen als ein Mosaik zu so
einem Handelsnetz zusammen, so dass auf lange Sicht die
Verwaltungstransaktionen der Teilnehmer geldlos verrechnet werden können. \\
\/ *  [ZAP R]

Aber wie wird das hier in den Niederlanden aussehen?
% *** noch ein ,,...?'' - weggelassen
Im Herzen des internationalen Geldsystemes, in der reichen Welt die zur
Zeit die Rohstoffe aus den armen Gebieten absaugt?

Ehrlichgesagt kostete es mich Jahre um Begriffe wie ,,Interne Verrechnung''
,,Konsumentengeld'' und ,,Handelsnetzwerk'' wirklich zu begreifen.
% *** onder de knie te krijgen
Ich verstehe daher auch sehr gut wenn Sie sich noch wenig unter so einem
Betriebs-Tauschnetzwerk vorstellen können. Lassen Sie uns darum einmal
ein praktisches Beispiel ansehen, dass dem welches wir aufbauen wollen
ähnlich sieht. Dazu gehen wir in die Schweiz, wo seit 1934 der WIR-Ring
aktiv ist. Dieses Betriebsnetzwerk ist dort gestartet worden um kleinen
Betrieben Überlebenschancen in der weltweiten Wirtschaftskrise der
dreißiger Jahre zu bieten.

Der WIR ist ein Beispiel eines intelligenten Handelsnetzes. Etwa 60000
Schweizer Betriebe nehmen daran Teil und rechnen ihre Transaktionen
untereinander ohne den Einsatz von Geld ab. Jährlich wird im WIR mehr als
eine Milliarde Euro bewegt. Jedes Mitglied hat ein Konto in WIR-Einheiten.
Man kann das in etwa mit einem Bankkonto vergleichen, aber von einer Bank
die nicht bei der Bankgirozentrale mitmacht, sodass man allein mit anderen
Kunden der gleichen Bank Transaktionen durchführen kann.

Dank der großen Anzahl von Betrieben die daran mitwirken ist innerhalb
des WIR beinahe alles zu kaufen und das System kann den Teilnehmern
ernsthafte Vorteile bieten. Im Internet kann man sehen wer was anbietet.
Ob man nun ein Geschäftsgebäude bauen will, Druckwerke in Auftrag geben
will oder eine medizinische Untersuchung für seine Mitarbeiter nötig hat,
nichts ist verrückt genug um nicht bei einem der angeschlossenen Betriebe
für WIR-Einheiten zu haben zu sein.
% *** je kunt het zo gek niet verzinnen of het is bij een ... te koop (...)
% *** originalsatz ungrammatisch?
Die Preise sind dieselben wie in Schweizer Franken, der einzige Unterschied
ist dass man ,,ein anderes Konto'' verwendet.

Vor Kurzem ist sogar parallel zum WIR eine WIR-Bank gegründet worden,
sodass  nun noch mehr finanzielle Transaktionen innerhalb des eigenen
Netzwerkes Platz finden können.

Der WIR hat Jahrzehnte gebraucht um seinen
% *** ,,ihren''
heutigen Umfang zu erreichen. In der Zeit als noch viel weniger Betreibe
mitmachten war das Netzwerk nicht immer so attraktiv. Wohl war der Kredit
in WIR-Einheiten sehr günstig, aber es war noch lange nicht immer so dass
man ein WIR-Guthaben auch einfach ausgeben
% *** besteden
konnte. Auch aus eigener Erfahrung wissen wir bei Strohalm dass beginnende
Netzwerke erst dann echt attraktiv werden wenn sie groß genug sind, dass
man ,,alles'' darin und am besten noch bei einem festen Anbieter kaufen kann.
Wenn das nicht möglich ist, bewirkt so ein Netzwerk eine erzwungene
Anbieterwahl
% *** ,,gedwongen winkelnering'' - erzwungener Einkaufs-was?
und dazu will man sich als Unternehmer nur verpflichten lassen wenn man
echt keine Alternative mehr hat oder wenn direkt andere große Vorteile
vorhanden sind. Die Größe ist also essentiell. Und damit die Frage: Wie
erreicht man ausreichend schnell die Größe bei der für Betriebe die
Vorteile die Nachteile übertreffen?




\section*{W. Strohalm auf der Suche nach Lösungen}




In diesem Kapitel lesen Sie wie wir innerhalb Strohalm und zusammen mit
Anderen im Laufe der Zeit stets weiter gekommen sind auf dem Weg nach
neuen Möglichkeiten.

\subsection*{W1}

Als Schüler habe ich die Natur genossen ohne mir dessen besonders bewusst
zu sein. Die wogenden Kornfelder vor dem Haus, der Polder wo im Sommer
die Fischchen in den Gräben an dir vorbeiflitzten und die Vögel die
heruntergeschossen kamen wenn du ihr Territorium verletzt hast. Ich nahm
das als gegeben hin, bis ich mit den Plänen der Gemeinde konfrontiert wurde,
ein Ladenzentrum im Stil des Utrechter Hoog Catherijne auf dem Fleck zu
bauen wo die prächtigen Kornfelder wogten. Mit Erfolg organisierte ich
Widerstand gegen diese Pläne. Eines Abends wurde ich durch einen älteren
Mitbürger,
% *** plaatsgenoot, leider nicht gut übersetzbar
Herrn Roelofs, angesprochen. Er redete auf mich ein: ,,Der Größenwahn und
die Bauwut werden durch das zinsbezahlende Geldsystem stark gefördert'',
sagte er. Er erzählte mir, so wie ich es nun Anderen erzähle, wie das
zinsbezahlende Geldsystem in der Wirtschaft eine Rolle spielt und uns zwingt
allerlei Dinge zu tun die wir lieber vermeiden würden. ,,Aber wir haben
noch die Wahl'',
% *** degelijk
hielt er mir vor, und begann mich daraufhin mit Geschichten über zinsfreies
Geld zu überhäufen
von denen ich damals mit 16 nicht alles verstand. Trotzdem blieb eine
konkrete Geschichte mir immer in Erinnerung: Roelofs erzählte mir über
Lignières-en-Berry, ein Dorf in Frankreich wo lokales Geld mit negativen
Zinsen das nationale Geld verdrängt und zugleich für lokalen Handel gesorgt
hat! (Siehe auch: ,,Für dasselbe Geld'')
% *** Literaturverweis? Übrigens, DIESES Buch (Zapbuch, hier Teil 3 von 3)
% *** Ist auch unter dem Titel ,,Arm durch Geld'' bekannt!

\subsection*{W2}

Die Idee auf eine im Markt machbare Weise die Geldstruktur zu verändern hat
mich die ganze Zeit weiter verfolgt.
% *** blijven achervolgen
Als ich später mit den sozialen Bewegungen und sozialistischen Parteien
konfrontiert wurde, dachte ich noch oft daran zurück. Was die Leute in
Frankreich getan haben, war die Herangehensweise die ich sehr gut verstehen
konnte: Eine Weise, die nicht auf Überzeugung oder Macht beruht, sondern
die das kapitalistische System auf dem Markt wegkonkurriert, im Kern seines
eigenen Bestehens, dem Geldsystem.
% *** voor een benadering voelen?

Aber ich konnte damals wenig mit diesen Ideen anfangen, denn ich glaubte
dass niedrige Zinsen zu wirtschaftlichem Wachstum führten. Und ich wollte
nicht auf noch mehr wirtschaftliche Aktivitäten warten während die Umwelt
schwer unter Druck steht.
% *** stil?

Dennoch dachte ich weiter darüber nach. Ich lernte über das Ägyptische
Getreidegirosystem \\
(
\/ *  [ZAP G2]
% *** prima Punkt :-)
) \\
und über andere Formen von Geld ohne Zinsen \\
(
\/ *  ZAP [G3]
). \\
Und ich wurde stets mehr davon überzeugt dass man Veränderung allein
durch das Erneuern der grundlegenden Dynamiken, den Steuerungsmechanismen
einer Ökonomie oder Gesellschaft, realisieren kann. In Strohalm arbeiteten
wir den Gedanken zusammen weiter aus, unter Anderem in der
Ecotaxplus-Kampagne in der wir für eine Verschiebung der Steuerlast von der
Arbeit zu den Rohstoffen plädierten. Die Steuer auf Arbeit und die fehlende
Steuer auf Umwelt- und Rohstoff-Verbrauch zwingt jeden Unternehmer
automatisch, soviel wie möglich die durch Steuer teure Arbeit durch den
Einsatz steuerfreier Energie und Rohstoffe zu ersetzen. Kurzum: Die
Wegwerfgesellschaft und Strukturprobleme mit Arbeitslosigkeit sind eine
logische Folge falsch lenkender Besteuerung.

In derselben Zeit - wir reden von der Mitte der achtziger Jahre - viel bei
mir der Groschen
% *** kwartje
auf dem Gebiet von Geld und Zinsen: Wir entdeckten dass man, wenn es durch
die Marktbedingungen nicht möglich ist Zinsen zu verlangen, überhaupt keine
Sorge vor unendlichem Wirtschaftswachstum mehr zu haben braucht. Ein
zinsfreies Geldsystem soll durchaus zu wirtschaftlicher Beschleunigung
führen, aber es bedeutet auch das Ende der Anhäufung von Kapital welches
neue gewinnbringende Projekte sucht. Dadurch wird langfristig das Wachstum
begrenzt. \\
\/ *  [ZAP C2, C4]
% *** Eric: in vernünftigen Grenzen gehalten

Das ist in der Grafik unten wiedergegeben: Die Wachstumskurve die die
Folge eines Zinsfreien Geldsystemes ist steigt zuerst am schnellsten und
kommt nach einer Weile zur Ruhe, während die Wachstumskurve mit ständig
sich anhäufendem Investitionskapital wächst wie ein Krebsgeschwür.

*  [GRAFIK SIEHE SKIZZE AUF PAPIER]

% *** welches Papier?

Als wir erstmal diesen Gedankensprung gemacht hatten, dachten wir in
Strohalm weiter über Geld und Zinsen nach. 1990 organisierten wir einen
Kongress über den Zusammenhang zwischen dem Geldsystem und großen
Umweltfragen.

In 1994 fanden wir dass es Zeit war, in der Praxis zu testen wie es anders
geht. Wir setzten in Amsterdam ein Beispielprojekt eines geldlosen
Tauschsystemes, eines sogenannten LETS (local exchange and trade system)
% *** acronym ok?
in Gang. Die Teilnehmer tauften es Noppes, weil man ab diesem Moment in
Amsterdam allerlei für Noppes bekommen konnte.

Dieses Beispiel bekam Nachfolger. Schon nach einigen Jahren war die Anzahl
von LETS Ringen in den Niederlanden auf über Hundert angewachsen und die
LETS Bewegung war stark genug um auf eigenen Beinen stehen zu können.
Strohalm übertrug diese Zusammenarbeit
% *** Anmerkung Eric: das Netzwerk dass die NL LETS untereinander verbindet
% *** Noppes war das erste LETS in den NL denke ich, aber LETS wurden
% *** natürlich nicht von Strohalm erfunden. Trotzdem eine Ehre Strohalm
% *** helfen zu können...
an LETSland und beschäftigt sich fortan mit weiteren Innovationen
auf dem Gebiet von Handelssystemen
% *** (diese Zeile habe ich eingefügt)
und versucht bestimmte Probleme damit zu lösen.
% *** knelpunten

Schon vom Beginn an begriffen wir dass der Schritt für Betriebe an dieser
Art lokaler Netzwerke mitzuarbeiten nicht von selbst passieren würde. Wir
verwendeten die Erfahrung mit Tauschringen für Privatpersonen (wie z.B.
dem Noppes System) und unsere Kenntnisse über Betriebsnetzwerke anderswo in
der Welt und gründeten Amstelnet. Amstelnet ist ein Betriebsnetzwerk in
Amsterdam mit einem WIR-artigen Ansatz. \\
\/ *  [ZAP V2]
% *** Link oder Literaturverweis zu Amstelnet wäre gut!!!
% *** Absatzwechsel eingefügt.

Dort lernten wir dass für Betriebe das Netzwerk erst dann echt interessant
wird wenn es sich einmal bewiesen hat, wenn es also groß genug ist. So
wurde also (wieder) die zentrale Frage: Wie können wir diesen Punkt
erreichen? Wie können wir dafür sorgen dass das Netzwerk schnell im Stande
ist Betrieben genügend Vorteile zu bieten damit sie daran teilnehmen wollen?

*  [GRAFIK: AKTIONSCHEMA]

\subsection*{W3 Weiterdenken}

Über diese und andere Fragen haben wir vor einigen Jahren in Soesterberg
eine internationale Konferenz für geldlose Betriebsnetzwerke organisiert.
Dazu luden wir Hank Monrobey ein, der früher als Berater von WIR-Mitgliedern
gearbeitet hat. Hank hat jahrelang mit viel Erfolg Betriebe gerettet die in
finanzielle Schwierigkeiten gekommen waren. Er tat das mit Hilfe von kleinen
Netzwerken worin die Abnehmer und die Zulieferer des in Schwierigkeiten
steckenden Betriebes zueinander gebracht werden. Hank war auch der erste
Ökonom den wir trafen der genauso wie wir zwei getrennte Geldsysteme in der
Wirtschaft funktionieren sieht: Einen produktiven und einen spekulativen
Teil.

Zu unserer Überraschung hatte Hank einen Ansatz entwickelt, der ein
Betriebsnetzwerk von Anfang an attraktiv für die teilnehmenden Betriebe
macht und dadurch einen schnellen Ausbau ermöglicht. Bei seinem Ansatz war
kein Zwang zur Wahl der Bezugsquellen
% *** ,,gedwongen winkelnering'' - siehe oben???
mehr nötig, was für viele Betriebsnetze die Achillesverse war. Seine Idee
war es, das Betriebsnetzwerk um Konsumenten zu erweitern, und das so dass
diese sehr motiviert sind, mitzumachen.




\section*{X. Von Krise zu Chance: Wieso Konsumenten in einem
Konsumenten-Betriebs-Netzwerk mitmachen sollen}




Ein Durchbruch auf dem Gebiet des Geldes motiviert auf zwei Arten: Er gibt
Hoffnung auf mehr Nachhaltigkeit und bessere Chancen für arme Menschen,
und zugleich bietet er konkrete Vorteil für die Menschen die daran mitwirken
selbst. Diese Win-Win Situation macht diese Veränderung chancenreich. Sowohl
in den Niederlanden als auch anderswo in der Welt. \\
\/ *  [ZAP R]

\subsection*{X1}

Große Betriebe suggerieren dass sie gute Qualität für gute Preise liefern,
aber die Wirklichkeit sieht anders aus: Der Konsument bezahlt zu viel. In
Wirklichkeit liefern Vorteile von Massenproduktion und effiziente und
interne Verrechnung Einsparungen, aber Zinszahlungen und Auszahlungen an
Aktionäre
% *** Fachbegriff?
kosten den Konsumenten viel mehr. Die Zinsen die Banken für durch sie aus
dem Nichts geschaffenes Geld fordern wird durch die Betriebe aneinander
weitergegeben und schließlich an uns als Konsumenten: Wir bezahlen
Dutzende von Prozenten
% *** tientallen procenten lässt sich leider nicht gut übersetzen
zu viel und bekommen unnötig weniger Qualität für unser Geld. In den Preisen
bezahlen wir die Zinslasten der Finanzierung von Maschinen und Vorräten,
in Miete und Hypotheken bezahlen wir die Zinslasten der Finanzierung des
Baus von Häusern, in Steuern bezahlen wir die Zinslasten von Staatskrediten,
und so weiter.

Als ich mir das erste Mal klar machte wie groß die Zinslast in den
Konsumentenpreisen ist, war ich total überrascht.
% *** stomverbaasd
Aus Nachforschungen der Erasmus-Universität Rotterdam
% *** Eric: Rotterdam eingefügt
geht hervor dass mindestens 25 bis 50 Prozent dessen was wir im Laden
bezahlen Zinslasten sind! \\
\/ *  [ZAP L9]

Paradox eigentlich: Heute noch sind wir als Konsumenten der treueste
Bundgenosse des weltweiten Verfalls.
% *** verloedering
Wir laufen der neuesten Mode nach, lassen uns alles aufschwatzen und
verursachen mit unserem Hang nach Luxus und unserer Profitgier
% *** koopjesjacht
ungewollt unmenschlichen Situationen in anderen Teilen der Welt. Und in der
Zwischenzeit bezahlen wir ständig zu viel! Wir finanzieren als Konsumenten
diese Entwicklungen, aber wir haben dabei überhaupt nichts zu sagen.
% er iets over te vertellen hebben

Warum sollten wir da noch länger mitmachen? Wieso akzeptieren wir noch
länger dass die Preise oft Dutzende von Prozenten
% *** tientallen procenten ...
zu hoch sind?

\BOX{
%
Wir konsumieren zu wenig\ldots
\medskip
%
Einmal schockierte ich Leser der Zeitschrift Umweltschutz
% *** blad Milieudefensie -- Literaturverweis/Link?
mit der Bemerkung: ,,Wir konsumieren zu wenig!'' In dem Artikel mit
dieser Überschrift argumentierte
% *** betoogde
ich dass Schluss sein musste mit den immensen Beträgen die über
Konsumenten-Ersparnisse
% *** besparingen ist mehrdeutig...
und Pensionen an die Anleger durchgeschleust werden. Anders würden
Wirtschaft und Kultur nie in ruhige Fahrwasser kommen können und könnten
wir gesunde soziale Verhältnisse gleich vergessen.  Dasselbe gilt natürlich
für das Geld welches über Konsumentenpreise beim Konsumenten weggeholt wird.
Denn schließlich ist es das Geld dass der Konsument zuviel bezahlt welches
den Spardruck erzeugt der alles vernichtet.
% *** C2 C4
Wenn wir aufhören können zuviel zu bezahlen, haben wir die Wahl zwischen
Wachstum und Blüte. \\
\/ *  [ZAP C2, C4, W]
%
}

\subsection*{X2}

Eine zinsfreie Wirtschaft hat den Konsumenten also viel zu bieten und damit
ist überhaupt kein Altruismus mehr nötig um so eine zinsfreie Wirtschaft
anzustreben. Der Wunsch der Konsumenten, weniger zu bezahlen, kann der Motor
sein für die Veränderung der Wirtschaft von exponentiellem Wachstum zu
wirtschaftlicher Blüte und für Chancen für jeden und für wirtschaftliche
Umstände die viel mehr Nachhaltigkeit fördern.

Und die Konsumenten haben wirklich diese Macht. Ich will das gerne mit Ihnen
in einem Gedankenexperiment demonstrieren:

Stellen Sie sich einmal vor dass sich alle Konsumenten weigerten, mit etwas
Anderem als ihrer eigenen Währung zu bezahlen, der Konsumünze. In kurzer
Zeit wird diese Konsumünze das einzige Zahlungsmittel sein. Betriebe haben
dann keine Wahl mehr als die Konsumünze zu akzeptieren, denn sonst können
sie Nichts verkaufen. Und warum sollten sie sie auch nicht akzeptieren
wollen? Mit der Konsumünze können sie ihre Mitarbeiter und ihre Lieferanten
bezahlen, die schließlich auch Konsumenten sind.

Natürlich ist es unwahrscheinlich dass alle Konsumenten sich zugleich so
anstellen sollten. Aber der Gedanke zeigt das Potential, das vielleicht
auch schrittweise verwendet werden kann. Als Konsumenten haben wir mit
unserer Kaufkraft viel mehr Macht als wir uns klarmachen. Nicht umsonst
stürzen sich Firmen in große Werbekampagnen um die Gunst des Käufers zu
verdienen.

Im folgenden Kapitel will ich mit Ihnen die Möglichkeiten der Zusammenarbeit
zwischen Konsumenten und den Betrieben die nicht an der Verschiebung der
Geldschöpfung zu großen Konglomeraten mitprofitieren untersuchen.



\section*{Y. Das Konsumenten/Betriebs-Netzwerk}



In Kapitel V sahen wir dass selbständige Unternehmer allen Grund haben
bei einem lokalen Verrechnungskreislauf mitzumachen. Aber dieser muss dann
schon so groß sein dass beinahe alles darin zu kaufen ist. \\
\/ *  [ZAP V]
% *** ZAP v durch Eric

Konsumenten, so scheint es im vorigen Kapitel, haben allen Grund
Unternehmer zu veranlassen ihnen kein Zinslasten mehr durchzureichen. \\
\/ *  [ZAP X]
% *** umformuliert

Wenn diese Gruppen sich zu finden wissen, ist ein schneller und sicherer
Ausbau des Tauschnetzes möglich.

\subsection*{Y1}

Wir suchen nach einer Möglichkeit um die Krise im Geldsystem zu benutzen um
ein Tauschnetzwerk zu realisieren dass armen Menschen Chancen gibt und die
Wirtschaft in nachhaltigere Bahnen leitet. Große Betriebskonglomerate geben
ein Beispiel wie das möglich ist und auch das Betriebsnetzwerk WIR lässt
davon etwas sehen. \\
\/ *  [ZAP V2]

Aber das ist alles nur Theorie solange neugegründete Betriebsnetzwerke
unattraktiv sind weil sie zu klein sind. Solange viele Dinge noch nicht
innerhalb des Netzwerkes zu kaufen sind und solange die meisten der festen
Zulieferer nicht mitmachen, ist es für einen Betrieb schwierig, seine
Tauscheinheiten auszugeben. Es ist dann nicht sehr attraktiv innerhalb
dieses beginnenden Netzwerkes Forderungen zu haben. In dieser Phase ist
sehr viel Energie für das Werben von Betrieben und die Vermittlung von
Transaktionen nötig. Das ist ein enormer (und teurer!) Rückstand gegenüber
dem normalen Geldsystem, wofür kein einziger Betrieb erst noch angeworben
werden muss. Sie sind sogar gesetzlich verpflichtet mitzumachen!
% *** bewirkt Argwohn gegenüber Tauschsystemen?

Genau darum war Monrobeys Eingebung, das Betriebsnetzwerk auf der
Einbringung der Konsumenten aufzubauen, eine geniale Lösung. In einem
Konsumenten-Betriebsnetzwerk werden die Nachteile des beginnenden
Tauschnetzes aufgefangen. In Monrobeys Entwurf bringen Konsumenten vorab
ihr Geld ein. Dieser fortdauernde Zustrom von Konsumentengeld macht es
möglich Dinge die nicht im Netzwerk zu haben sind ausserhalb zu kaufen.
Vergleichen Sie das mit dem Beispiel des Van der Valk Konzernes: Dieser
hat kein Geld für die Verwaltung der Abrechnungen zwischen den verschiedenen
Lagen der Produktionskette nötig und hat dadurch direkt und dauernd Geld
übrig für Einkäufe ausserhalb des eigenen Netzwerkes, für die Konzernteile
die daran Bedarf haben. \\
\/ *  [ZAP U3]

Genau wie Van der Valk kann ein Konsumenten-Betriebsnetzwerk garantieren
dass jeder Betrieb der ein Guthaben in der internen Buchhaltung hat damit
alles was er nötig hat kaufen kann. Wenn es nicht innerhalb des Netzwerkes
möglich ist, hat das Netzwerk das Geld für den Einkauf ausserhalb des
Netzwerkes. Es verwendet dazu die Euros die die Konsumenten hereinbringen.

Dank des Konsumentengeldes hat das Konsumenten-Betriebsnetzwerk also
keine Probleme mit den Einschränkungen anderer Betriebsnetze und nicht deren
Startprobleme solange es noch klein ist. Je grösser das Netzwerk wächst,
desto mehr kann innerhalb des Netzwerks gekauft werden. Dadurch wird es
immer weniger nötig das Konsumentengeld für Einkäufe ausserhalb des Netzes
auszugeben. So wächst der Vorrat von durch Konsumenten eingebrachten Euros.
Ein großer Teil dieses Geldes ist frei und kann Teilnehmern beim Abbezahlen
von Bankkrediten und sofern nötig bei neuen Investitionen helfen. Aber ein
wachsender Anteil dieser Investitionen kann schon bei anderen Teilnehmern
getätigt und damit intern verrechnet werden. Das befreite Geld hilft nur
noch die Lücken im Netzwerk zu füllen: Es können dort wo es für das Netzwerk
von Vorteil ist investiert werden. Auf diesem Weg entsteht eine Situation
bei der Betriebsinvestitionen völlig innerhalb des Netzes realisiert werden
können und nicht länger von Zinsen belastet sind.
% *** Absatz eingefügt.

Teilnehmende Betriebe brauchen dann auch keine Zinslasten mehr als ,,Kosten''
an die teilnehmenden Konsumenten durchzugeben. Die einzigen Kosten sind die
für die Risikoversicherung die das Netzwerk wegen dem Risiko nicht
zurückbezahlter Kredite zurückbehalten muss. So wird Schritt für Schritt das
Tauschnetzwerk immer weniger abhängig von der Geldschöpfung durch Dritte und
ein immer größeres Stück der Wirtschaft kommt in ruhigeres Fahrwasser.
Und auch in ,,fairere Gewässer'', weil keine Zinszahlungen durch die Armen an
die Reichen mehr stattfinden.

Sowohl für Betriebe als auch für Konsumenten entsteht nun ein sehr
gewichtiger Grund mitzumachen: Jeder Betrieb will seine Investitionen gerne
auf diese preiswerte Weise realisieren und kein einziger Konsument wird sich
über Preise beschweren in denen keine Zinslasten mehr versteckt sitzen!

\subsection*{Y2}

Wie Konsumenten noch mehr Vorteile vom Netzwerk haben

Aber es bleibt nicht nur dabei. Betriebe haben immer mehr Vorteile durch die
zinsfreien Bedingungen und ein Teil dieser Vorteile wird an die Konsumenten
in Form von besseren Preisen weitergegeben. Preisnachlässe von 15 Prozent
sind schließlich möglich. Das Geld kann dafür kann zusammengesammelt
% *** bijeengegaard
werden indem man bei jeder Transaktion in der Produktionskette den Verkäufer
mit einem kleinen Aufschlag
% *** percentage
zu belasten. Wir sahen beim Van der Valk Beispiel durch wieviele Schritte
selbst in einfachen Produktionsketten ein Produkt zustande kommt. \\
\/ *  [ZAP U3]

Über eine interne Gebühr tragen im Netzwerk alle Betriebe ihren Teil
% *** steentje ... aankop-beloning geven
bei um den teilnehmenden Konsumenten preiswertere Einkäufe zu ermöglichen.
Der Kundenvorteil liefert den am Netzwerk teilnehmenden Betrieben weitere
Kundschaft und gibt ihnen die Möglichkeit mit großen Konzernen zu
konkurrieren. Indem es
% *** ,,es'' war zweimal.
im gesamten Netzwerk aufgebaut wird, endet es nicht auf den Schultern der
Einzelhändler.

Übrigens wird ein kleiner Teil der Einkünfte aus der Gebühr nötig sein um
die Verwaltungskosten des Netzwerkes zu bezahlen.

Ein Preisvorteil von etwa fünfzehn Prozent sollte zusammen mit dem ideellen
und materiellen Lohn für Investitionen in einem Konsumenten-Betriebsnetzwerk
für Sie hoffentlich ein guter Grund sein die Antwortkarte auszufüllen und
sich als zukünftiges Konsumenten-Mitglied anzumelden. Sobald genügend
Konsumenten und Betriebe bei Ihnen in der Gegend mitmachen wollen, bekommen
Sie die Chance echt Mitglied zu werden. Sie bekommen dann den Kundenpass des
Netzwerkes. Natürlich ist es keine Pflicht ihn zu verwenden, aber wenn Sie
den Pass für die Bezahlung bei einem teilnehmenden Betrieb verwenden, tragen
Sie ein Stück Kaufkraft in den Kreislauf des zinsfreien Netzwerkes.

\BOX{
Zusammengefasst
\medskip
%
Auf Basis von Konsumentengeld kann ein Konsumenten-Betriebsnetzwerk ohne die
gewöhnlichen Nachteile ,,klassischer'' Betriebsnetzwerke aufgebaut werden. Das
Geld der Kunden bietet die Gelegenheit, wo nötig Dinge von ausserhalb des
Netzwerkes zuzukaufen. Dadurch wird das wichtigste Hindernis für Betriebe um
bei dem Netzwerk mitzumachen aufgehoben, nämlich die eingeschränkten
Möglichkeiten, Guthaben auszugeben. Wenn dann die Anzahl der am Netzwerk
teilnehmenden Betriebe wächst, kann immer mehr innerhalb des Netzwerkes
gekauft werden. Das bedeutet: Je mehr Mitglieder das Netzwerk hat, desto
mehr Geld ist nicht mehr für Einkäufe ausserhalb des Systems nötig. Ein
großer Teil des Konsumentengeldes kann dann eingesetzt werden um
angeschlossene Betriebe zu stärken und den teilnehmenden Kunden weitere
(Preis-) Vorteile zu bieten. Das gibt den teilnehmenden Betrieben extra
Konkurrenzfähigkeit und macht es für sie ungeheuer attraktiv mitzumachen.
%
}

Ehrlich gesagt kann ich mir noch kaum eine Vorstellung machen wie die Welt
sich verändern wird wenn der Druck der Zinsen auf Kredite wegfällt. Ich
denke dass viele Menschen die nun noch für große Unternehmen arbeiten die
Gelegenheit ergreifen selbst etwas anzufangen. Darüberhinaus werden Betriebe
sich viel eher für Qualität und längere Abschreibungszeiten entscheiden. Sie
können mehr auf die Möglichkeiten zur Einsparung zukünftiger Kosten achten
und werden es wagen in Qualität zu investieren.
% *** Original: ... und Einsparungen -> doppelt ,,Einsparung''
So wird es zum Beispiel wirtschaftlich, Sonnenenergie zu verwenden. Die
Senkung zukünftiger Energiekosten wird nicht mehr durch Zinskosten für die
einmalige Investition überwogen. Immer mehr werden teilnehmende Betriebe
langfristiger Planen und sich für Qualität und Nachhaltigkeit entscheiden.
\\
\/ *  [ZAP L7]

In einer Welt die nicht durch den Drang nach Zins und Rendement gejagt wird,
entsteht auch immer mehr Raum für menschliche Entfaltung und kulturelle
Blüte.

Aber bevor es soweit ist müssen erst Konsumenten-Betriebsnetzwerke aufgebaut
werden. Dafür sind Betriebe nötig und Kundengruppen die die Basis des
Netzwerkes formen werden. Da die direkten Vorteile des Netzwerkes zu Beginn
noch klein sein werden, wird der Beginn vor allem durch ideelle Motive und
die Erwartung von zukünftigen Vorteilen getragen werden.

In verschiedenen Ländern arbeitet Strohalm mit Organisationen zusammen die
so ein Netzwerk bauen. In zwei Gebieten sind wir selbst aktiv dabei ein
Netzwerk zu bauen: In den Niederlanden und in Lateinamerika.

\subsection*{Y3}

Biologische Landwirtschaft, saubere Energie und Unterstützung armer Länder

In den Niederlanden wollen wir das Konsumenten-Betriebsnetzwerk rund um drei
Themen in die Tat umsetzen: Biologischer Landbau, saubere Energie und
Unterstützung der Entwicklung in armen Ländern.

Menschen mit einem Abo auf biologische Nahrung, Kunden von Bioläden oder
Weltläden und Menschen die echt auf nachhaltige Energien umsteigen wollen
können ihre Ziele verwirklichen indem sie mithelfen das Netzwerk in Gang zu
bringen.
% *** van de grond te krijgen.
Das kann auf eine komfortable Weise passieren, einfach indem sie sich an ein
Netzwerk im Aufbau anschließen und bei ihren Einkäufen den Kundenpass
verwenden. Auf diese Weise machen ihre Einkäufe einen Teil des Netzwerkes
aus und ihre Geldausgaben legen das Fundament auf dem das Netzwerk gebaut
wird.

Beim Wachstum des Netzes werden Geld und Investitionsspielraum frei die für
verschiedene ideelle Ziele eingesetzt werden können. Zum Beispiel für die
Entwicklung von biologischem und Tierfreundlichem Landbau. Unter
zinsbelasteten Marktbedingungen ist es kaum möglich dabei einen Durchbruch
zu erreichen. Die langfristigen Vorteile werden im heutigen System nunmal
völlig von den Zinskosten aufgewogen. Das Konsumenten-Betriebsnetzwerk kann
helfen diesen Durchbruch doch zu erreichen. Bauern können mit Hilfe des
Netzwerkes beim Wechsel zu biologischem und tierfreundlichem Landbau
unterstützt werden.

Dasselbe gilt für den Energieverbrauch: Investitionen in saubere Energien,
wie zum Beispiel (Fabriken für) Solarpanels bringen in der zinsbelasteten
Wirtschaft erst langfristig Einsparungen während schon kurzfristig
Kreditzinsen zu bezahlen sind. Dank des Konsumenten-Betriebsnetzwerkes
werden diese Investitionen möglich und sogar profitabel.
% *** rentabel
Das ist wichtig für das Zurückdrängen von Treibhausgasen!
% *** Tippfehler im Original: broeikasgassen -- t fehlt

Neben diesen direkten Interessen in der eigenen Umgebung können auch
Interessen mit einem breiteren Horizont bedient werden. Lokale Gruppen in
den Niederlanden können mit lokalen Gruppen in armen Ländern Bündnisse
eingehen und helfen eine stabile finanzielle Basis für die Errichtung
alternativer Tausch- und Sparsysteme zu schaffen.

Letztendlich beschließen lokale Gruppen natürlich selbst wie sie die
Vorteile eines zinsfreien Netzwerkes einsetzen wollen. Es gibt allerlei
Möglichkeiten. So können die Mitglieder eines Sportvereins über ihrer
Einkäufe für den Bau einer neuen Umkleide sparen. Jede Investition die die
Qualität erhöht oder Einsparungen bietet ist denkbar. Investitionen über die
gerade viel gesprochen wird und die jeder wichtig findet, aber an denen das
Geld vorbeiströmt!

Organisationen die das Netzwerk für diese Art von Problemen gebrauchen
wollen können ihr Projekt ,,verdienen'' indem sie Konsumentengruppen
innerhalb des Netzwerkes aufbauen. Weitere Informationen dazu erhalten Sie
bei Strohalm.

Ein Teil der Transaktionen innerhalb des Netzes führt letztendlich nicht zu
Verkäufen an Konsumenten. Die Einkünfte aus der internen Transaktionsgebühr
steht für Investitionen in Dinge des allgemeinen Bedarfes der Gemeinschaft
zur Verfügung.
% *** Gemeinschaft eingefügt
Die Mitglieder des Netzwerkes beschließen gemeinsam darüber. Strohalm setzt
sich dafür ein Konsumentengruppen zu werben die dieses Geld für die Umwelt,
Energiesparen und den Aufbau von Netzwerken in armen Ländern verwenden
wollen.

\BOX{
%
Wir brauchen keine Bedenken zu haben dass internationale ,,Geldströme''
innerhalb des Netzwerkes zu Abhängigkeiten führen. Innerhalb des Netzwerkes
kann durch die zinsfreie Situation niemals Sprache von Machtaufbau sein.
Mehr noch: Es ist für beide Parteien von Vorteil wenn die Netzwerke auch in
armen Gebieten ihre eigene Dynamik in Gang bringen. Dabei kann der
Teufelskreis zwischen Armut und Arbeitslosigkeit durchbrochen werden.
\medskip
%
Dieser Effekt wirkt darüberhinaus an zwei Seiten, denn wir helfen nicht nur
einander sondern der Aufbau des Tauschnetzes hier im reichen Westen schwächt
auch die Macht des heutigen Geldsystemes.
% *** Het mes snijdt bovendien aan twee kanten,
%
}

*  [BILD AKTIONSSCHEMA]

\subsection*{Y4}

Konsumenten-Betriebsnetze in Lateinamerika

Konsumenten-Betriebsnetze in Lateinamerika enstehen indem bestehende
Initiativen auf natürliche Weise immer mehr miteinander zusammenarbeiten. \\
\/ *  [ZAP R.]

Für eine große Zahl von Genossenschaftsbetrieben ist es ein kleiner Schritt
zum geldlosen Tausch untereinander. Die Trueque-Teilnehmer und die lokalen
Spar- und Konsumentengruppen können ihre Kaufkraft in Geld einbringen und
bekommen dafür extra Möglichkeiten um sich lokal zu verstärken. So ziehen
noch viel mehr Betriebe, Organisationen und Regierungen Nutzen aus diesen
Methoden und wollen auch daran mitarbeiten. Strohalm beschäftigt sich aktiv
damit Partner zu beraten und zusammen mit ihnen Modelle zu entwickeln die
direkt Sinn machen und schließlich auch zu einem großen integrierten
zinsfreien Handelsnetz führen können.

Diese Initiativen formen die Bausteine eines Konsumenten-Betriebsnetzes, das
tatsächlich Verwaltungsgelder zu Gunsten der Teilnehmer befreit. Ein
Netzwerk welches dann auch im Stande ist Handel in Gebieten wo Geld
Mangelware geworden ist zu erleichtern, betriebliche Investitionen zu
finanzieren, bessere Preise für die Konsumenten zu realisieren und die
lokale soziale und wirtschaftliche Situation zu verbessern.
% *** war Struktur, nicht Situation

\subsection*{Y5}

Weltweite Zusammenarbeit

Was in diesem Moment hier in den Niederlanden und in Lateinamerika
entwickelt wird, fällt zusammen mit tatsächlich Tausenden von Initiativen
auf der ganzen Welt wo Menschen an Alternativen zum herrschenden Geldsystem
bauen. Soweit die Grundstruktur dieser Initiativen dieselbe ist, können wir
auf ein weltweites Netz hinarbeiten. Auch können wir dorthin wachsen.

Hank Monrobey, in Amerika und im Internet aktiv, hat deutliche Vorstellungen
wie so eine internationale Zusammenarbeit aussehen kann. Er sieht einen
Verbund den er Citizens Multi-National nennt. Dieser ,,Multinational'' ähnelt
einem multinationalen Konzern in Bezug auf die interner Verrechnung. Aber im
Gegensatz zu diesen weltweiten Machtzentren liegt innerhalb dieses Planes
die Beschlussfassung bei den lokalen Konsumentengruppen. Jeder teilnehmende
Betrieb bleibt völlig unabhängig. Jede geeignete Initiative kann in diesen
Plan eingepasst werden.

Manchmal denke ich dass so eine internationale Zusammenarbeit noch weit weg
ist, aber zugleich begreife ich auch dass das Phänomen lokaler Tauschringe
auch in etwa fünf Jahren in Dutzenden von
% *** tientallen
Ländern aus dem Nichts entstanden ist. Und diese Entwicklung kann darauf
aufbauen. Sobald bei den internationalen Netzwerken ein Durchbruch
stattfindet, können fast unmittelbar alle diese Initiativen mitspielen.
% *** Zodra ergens een volgend stukje doorbraak plaatsvindt, ...

Strohalm werkt eng mit Hank Monrobey bei der Entwicklung einer Strategie zur
Realisierung eines Konsumenten-Betriebsnetzes in den Niederlanden zusammen.



\section*{Z. Kundenvorteile und Projekte und was Sie tun können}



Wir sind bei Z angekommen. Das Ende des Buches, aber ich hoffe nicht das
Ende Ihres Interesses an den neuen Möglichkeiten die sich auf dem Gebiet des
Geldes entwickeln. Darum hier die explizite Einladung weiter zu gehen. Um
Strohalm zu zeigen dass sie mitmachen werden wenn bei Ihnen in der Gegend
ein Konsumenten-Betriebsnetzwerk kommt. Um Strohalm einen Spende zu geben,
damit weitergebaut werden kann. Um sich weiter in die Thematik zu vertiefen
und sich aktiv einzusetzen um dieser Entwicklung Form zu geben.

\subsection*{Z1}

Wir sahen dass die schwierigste Periode beim Aufbau eines
Konsumenten-Betriebsnetzwerkes die Startphase ist. \\
\/ *  [ZAP V2]

Wenn dieses Hindernis einmal genommen ist, erzeugt das Netzwerk seinen
eigenen Schwung. Dann kommt genügend Geld herein um die weitere Entwicklung
zu finanzieren und Organisatoren zu bezahlen. Dann kommen auch die Vorteile
für Konsumenten und Betriebe frei. Aber erst muss eine gewisse Größe
erreicht werden. Dafür sind Menschen nötig die nicht warten bis etwas
passiert
% *** de kat uit de boom kijken
sondern selber die erste Entwicklungsphase helfen wollen mitzutragen. Wir
bitten Sie als Konsument oder Sie in Ihrer Eigenschaft als Organisation oder
Betrieb, uns wissen zu lassen dass Sie Interesse haben, Mitglied zu werden
sobald das Netzwerk groß genug ist um an den Start zu gehen. Hinten finden
Sie die Antwortkarte mit der Sie uns ihre Unterstützung zusichern können.

Auch wenn Sie lediglich informiert werden wollen wenn das Netzwerk bei Ihnen
in der Gegend losgeht, können Sie das auf der Antwortkarte angeben.

Sie können das übrigens auch über unsere Internetseite -- www.strohalm.nl --
über das entsprechende Formular dort tun.

Eine Reihe von Betrieben hat schon zugesagt mitmachen zu wollen bei einem
Konsumenten-Betriebsnetzwerk. Ein Beispiel ist eine Kette von kleinen
Betrieben die zusammen biologisches Brot hoher Qualität auf den Markt
bringen.

*  [BILD AKTIONSSCHEMA]

\subsection*{Z2}

Andere Aktivitäten von Strohalm

Dank unserer Sponsoren und natürlich den vielen Mitarbeitern die freiwillig
oder gegen einen bescheidenen Lohn für Strohalm arbeiten, sind wir auch noch
auf anderen Gebieten aktiv:

\begin{itemize}
%
\item
Wir helfen und beraten Konsumentengruppen und Bauern die sogenannten
,,Pergola'' Verbände zu starten, die den Bauern in die Lage versetzen auf
ökologisch verantwortliche Weise zu arbeiten. Zur Zeit gibt es diese
Verbände unter anderem in Utrecht und Deventer.
%
\item
Strohalm beschäftigt sich auch damit, eine zinsfreie Art von Bankgeschäften
in den Niederlanden einzuführen. Dabei wird Sparen und Leihen zum Vorteil
aller zinsfrei verrechnet. In Skandinavien hat dieser Ansatz sich schon
bewiesen (siehe dazu im Internet www.jak.se). Lange Zeit haben wir dabei mit
der ASN zusammengearbeitet, aber leider hat sie im letzten Moment die
Zusammenarbeit beendet. Das zeigt uns einmal mehr dass neuartige finanzielle
Produkte schwierig zu realisieren sind, insbesondere soweit sie nicht
gewinnorientiert sind. Inzwischen sind wir mit anderen Banken im Gespräch
und untersuchen die Möglichkeit, selbst einen zinsfreien Spar- und
Kreditfonds aufzusetzen.
%
\item
Strohalm hat im Lauf der Jahre viele Bücher und Broschüren publiziert.
Kürzlich wurde über die Ideen von Strohalm auch ein Video produziert,
welches gut in einer Gruppe verwendet werden kann. Sie können bei uns eine
Publikationsliste anfragen.
%
\item
Zum Schluss soll noch der Kurs für Menschen die sich weiter in unsere
Analyse der Wirtschaft vertiefen wollen genannt sein. Wenn Sie wollen können
Sie diesen Kurs selbst in Ihrer Stadt organisieren. Informationen dazu
können Sie bei uns bekommen.
%
\end{itemize}

Unterstützen Sie strukturelle Erneuerung und werden Sie Förderer!

Wir werden es besonders schätzen wenn Sie beschließen Förderer zu werden.
Eine Spende an Strohalm ist eine dynamische Spende, eine dynamische Spende
in strukturelle Verbesserungen. Wir haben Ihre Unterstützung sehr nötig.
Weil Strohalm tiefgreifende Kritik an der bestehenden Situation äussert und
sehr kritische Alternativen entwickelt, kommt das große Geld nicht von
selbst zu uns. Unsere Arbeit kommt nicht einfach in große TV-Shows. Eine
Spende an Strohalm ist eine Investition in eine neue Gesellschaftsstruktur
und wir müssen uns also an Menschen die weiterdenken wenden.
% *** umformuliert
Wenn Sie jemand sind der die tiefere Motivation sieht, ist es besonders
wichtig dass Sie sich ganz bewusst dafür entscheiden, Strohalm zu fördern.
% *** umformuliert

\subsection*{Z3}

Geben Sie dieses Buch weiter!

Jede Erneuerung beginnt mit Wenigen. Sie sind die Quelle die die anderen
anspornen. Über Sie hoffen wir andere zu finden die sich für dieses Buch
interessieren. Geben Sie dieses Buch darum jemanden weiter von dem Sie
denken dass er oder sie diese Entwicklung auch begrüßen werden!

Das muss funktionieren, denn in den Niederlanden haben sehr viele Menschen
auf die eine oder andere Weise mit den Problemen in der dritten Welt zu tun.
Etwa zweihunderttausend Menschen lesen eine Zeitschrift über die Dritte
Welt. Rund eine Million Menschen sind übrigens 
% *** Tippfehler ,,trouwe'' im Original
Förderer von Cordaid, Novib oder anderen Entwicklungsorganisationen oder
sind Foster Parents. Es gibt auch viele Menschen die einige Jahre in armen
Ländern gearbeitet haben und sich dort für lokale Gruppen einsetzen. Und
stets mehr Menschen kommen im Urlaub mit aussichtsloser Armut in Kontakt.

Es gibt also sehr viele Menschen denen Sie dieses Buch weitergeben können.

Vielleicht kennen Sie auch mehrere Menschen von denen Sie erwarten dass sie
enthusiastisch für diese Idee sein könnten. Dann können Sie bei uns weitere
Exemplare dieses Buches dazubestellen.

Wenn Sie das Buch gerne behalten wollen, versetzen Sie uns bitte mit einer
Spende in die Lage wieder ein neues Exemplar in Umlauf bringen zu können.
% *** Frage: kann auch jeder das Buch online abholen und selber drucken???

Informationen über unsere Aktivitäten finden sie auch auf unserer Homepage
www.strohalm.nl -- dort finden Sie auch eine digitale Version dieses Buches.

% *** ... onder andere ook de uitgebreide versie van dit doorgeefboek

http://www.strohalm.nl/armdoorgeld.

\begin{verbatim}

Strohalm
Oude Gracht 42
3511 AR Utrecht

Tel: 030 - 2 314 314
Fax: 030 - 2 343 986
E-mail info@strohalm.nl
http://www.strohalm.nl
gironr. 355925

\end{verbatim}





\end{document}

